Spiritualität: katholisch
Ernstes Streben der Mitglieder ist die Bekehrung und Heiligung
des eigenen Lebens durch die Gnade Gottes mit den Mitteln, die
uns die katholische Kirche anbietet. Wir sehen uns im Herzen
der Kirche dem kirchlichen Lehramt und dem Papst verpflichtet.
Der gelebte Glaube verbindet sich bei uns mit einem starken
missionarischen Engagement
entsprechend der Möglichkeiten des Einzelnen. Hierbei lassen
wir uns durch die Aussagen
Jesu und der Kirche ermutigen: "Jeder Gläubige ist zur
Heiligkeit und Mission berufen."[1]
Seit den Anfängen von Totus Tuus
sind die Mitglieder geprägt von einer tiefen Liebe zur
katholischen Kirche und zum Papst, dem Hirten der Kirche
Gottes. Seinem Ruf folgend engagieren wir uns im Dienst der
Neuevangelisierung und der Glaubensvertiefung innerhalb der
katholischen Kirche durch Gemeindemissionen, Katechesen für
Firmlinge und verschiedene Gebetstreffen. Im Einsatz für die
Einheit der katholischen Kirche wollen wir dem Auftrag Jesu
dienen: "Alle sollen eins sein. ..., damit die Welt glaubt
das du mich gesandt hast." (vgl. Joh. 17, 21).
Voraussetzung für die Fruchtbarkeit eines jeden Dienstes ist
das Streben jedes Mitglieds nach Heiligkeit, zu der uns die
Kirche eindringlich aufruft: "Daher sind in der Kirche alle,
mögen sie zur Hierarchie gehören oder von ihr geleitet werden,
zur Heiligkeit berufen gemäß dem Apostelwort: "Das ist der
Wille Gottes, eure Heiligung."(1 Thess 4, 3)[1].
Reichlich nutzen wir die Mittel der Heiligung, die uns die
Kirche anbietet, nämlich das persönliche und gemeinsame Gebet,
die Feier der Sakramente, insbesondere der Eucharistie und der
Buße, die Betrachtung der Heiligen Schrift und die Liebe zu
Maria der Mutter der Kirche.
Gestärkt
durch die Gnaden, die Jesus uns durch seine Kirche schenkt,
fühlt sich jeder einzelne von uns - und die Gemeinschaft als
Ganzes - als Glied am mystischen Leib Christi, der nach Paulus
die Kirche ist. Jedes dieser Glieder hat eine einmalige
Berufung, mit der es der Auferbauung des Leibes dienen soll.
So will auch Totus Tuus stets in Einheit, Gehorsam und Liebe
der katholischen Kirche dienen. Dazu ist es unumgänglich, die
von Gott erhaltenen Gaben den Hirten der Kirche vorzustellen
und ihrer Prüfung unterzuordnen, denn ihnen kommt es "in
besonderer Weise zu, den Geist nicht auszulös chen, sondern
alles zu prüfen und das Gute zu behalten."[3]
Auf dem Weg zur kirchlichen Anerkennung unserer Gemeinschaft als
"Private Vereinigung von Gläubigen mit Rechtspersönlichkeit",
die an Ostern 2004 durch Bischof Lettmann erfolgte, stellten
wir unsere Arbeit erstmals im Herbst 1997 Weihbischof
Algermissen von Paderborn vor (heute Bischof von Fulda), der
uns seinen Segen gab und uns zum Weitermachen ermutigte. Seit
dieser Zeit sind wir als Mitglied in mehreren diözesanen Foren
geistlicher Gemeinschaften vertreten. Ein Höhepunkt unseres bisherigen Wirkens war sicher
die Begegnung mit Johannes Paul II., Oktober 2003, im Rahmen
unserer jährlichen Wallfahrt nach Rom.
Fest
verwurzelt in der Lehre und Tradition der Katholischen Kirche
sind wir zugleich aber auch offen für die heute gebotene
ökumenische Begegnung und Zusammenarbeit mit Christen aller
Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften. Seit langem profitiert
unsere Lobpreismusik davon, da ein großer Teil unserer Lieder
aus dem evangelikal-freilkirchlichen Raum stammt. Immer wieder erleben wir, wie sich Christen anderer
Konfessionen auf den Wallfahrten zum Marienheiligtum nach Medjugorje wohlfühlen und Impulse für ihren Glauben mit nach
Hause nehmen.
Mit den
Worten der Heiligen Therese von Lisieux, die über ihre Berufung
sagte: "Ich will im Herzen der Kirche, meiner Mutter, Liebe
sein." lässt sich auch kurz und prägnant der Kern der Berufung
von Totus Tuus zusammenfassen, die die Gemeinschaft unter der
mütterlichen Führung Mariens, der Mutter der Kirche, leben will.
[1] Papst Johannes Paul II., Redemptoris Missio, 90
[2] II Vatikanisches Konzil, Lumen Gentium, Nr. 39
[3] ebd. Nr. 12
|