
Die mittlere der drei Sommerfahrten nach Medjugorje war diejenige zum diesjährigen 17. Jugendfestival. Wir starteten am Sonntagmorgen in Herne mit zwei Bussen, und sammelten die Pilger, die „querbeet“ aus ganz Deutschland kamen, ein. Manche fuhren überhaupt zum ersten Mal mit, andere kannten Medjugorje und das Festival bereits.
Abends hielten wir in Bernau zur Messe und machten uns dann schnell wieder auf den Weg. In den Vorstellungsrunden im Bus machten wir uns bekannt untereinander und es wurden einige Anliegen genannt: viele fuhren vor allem, um sich im Glauben zu vertiefen und zu wachsen.
In Medjugorje angekommen, teilten wir die Gruppe der über 100 Pilger in zwei Häuser ein und der Vormittag (es war noch vor 8.00 Uhr bei unserer Ankunft) stand zur freien Verfügung. Das Festival sollte erst Dienstagabend beginnen, dennoch waren viele Pilger angereist, u.a. auch drei weitere deutsche Busse der Beurener.
Am Montag bekamen wir also noch das reguläre Abendprogramm mit und Dienstagmorgen auch die deutsche Messe. Dienstags hatten die deutschen Pilger auch noch die gute Gelegenheit bei der Gemeinschaft Cenacolo einen Termin zu bekommen, wo zwei deutschsprachige junge Männer, Mario und Georg, begeisternd Zeugnis gaben und von der Gemeinschaft berichteten. Am Nachmittag trafen wir uns zu einer Beichtvorbereitung in verschiedenen Gruppen, um je nach Vorraussetzungen sich vorzubereiten auf eines der grundlegenden Ereignisse in Medjugorje, dem „Beichtstuhl der Welt.“
Abend gab es dann die feierliche Eröffnung des Festivals mit nahezu 50 vertretenen Ländern, die jedes Mal laut jubelten, wenn in ihre Landessprache eine kurze Begrüßung gesprochen wurde. Besonders wurde der Jugendlichen aus dem Libanon gedacht, denen es wegen des Nahost-Krieges nicht möglich war anzureisen. Während der gesamten Woche wurden die Libanesen, die jedes Jahr zum Festival anreisen, ins Gebet geschlossen. Anschließend folgte das Abendprogramm mit Anbetung im Anschluss. Unsere Gruppe traf sich zum Tagesabschluss im großen Haus zu Lobpreis und Impuls, so dass wir noch mal kräftig Gott lobend und preisend und gestärkt durch ein Bibelwort oder Zeugnis ins wohlverdiente Bett gingen. Tatsächlich waren die Nächte sehr erholsam, da es im Gegenzug zu der Hitze tagsüber angenehm kühl und erfrischen wurde.

Weitere Highlights waren der Erscheinungsberg, wo wir lange vor dem Kreuz sangen und beteten, jeder auch in seinen ganz persönlichen Anliegen. Auch der Donnerstag bot eine schöne Überraschung. Da wir an der Prozession zeitlich einfach nicht teilnehmen konnten (sie ging mit unserem Abendessen nicht unter einen Hut), blieben wir im Haus und beteten dort, machten Lobpreis. Da eine Nachtanbetung in der Kirche geplant war, wollten wir dorthin zu ziehen, damit jeder in Stille vor dem Herrn verweilen konnte und um die Erfahrung seiner Liebe und Nähe beten konnte.
Wir zogen also nach unserem Programm im Haus Rosenkranz betend zur Kirche, auf den Kirchplatz und direkt hinein. In dem Moment wurde auch das Allerheiligste herein getragen und auf dem Altar platziert. Wir gingen gradewegs nach vorne durch, bis vor den Altar. Dann füllte sich die Kirche allmählich und wir waren ganz nah dran. Jeder blieb solange bei der Anbetung, wie man persönlich wollte. Aber am nächsten Morgen ging es früh los: um 5.30 wurde geweckt und dann ging´s zum Kreuzberg, damit wir nicht zu sehr in der Mittagshitze laufen mussten. Diese Idee hatten auch viele andere Gruppen, aber dennoch konnten alle ihr Gebet gut durchführen.
Am Freitag war beim Festival der Tag der Gemeinschaft Cenacolo mit vielen Zeugnissen und Vorträgen, leider ohne Schwester Elvira. Abends gab es dann das Theaterstück der Gemeinschaft. Wir stimmten uns mit freiem Lobpreis und Tänzen (Viva el papa…) auf dem Platz vor der Bühne ein, besonders der neue „whop-whop Tanz“ der Cenacolos war der Renner.
Samstag ging es heimwärts. Wir verabschiedeten die Gospa mit einer gemeinsamen Abschlussmesse aller deutschen Pilger in der Anbetungskapelle. Die Rückfahrt war sehr lang, da zahlreiche Urlauber aus Kroatien zurückreisten. Aber die guten Gespräche und die sehr anspornenden Zeugnisrunden, die mit viel Dank an Maria und Entschlüssen für zu Hause gefüllt waren, ließen die Zeit vergehen.
Also sagen wir: Danke Gospa! Und bis zum Nachtreffen!